Wunderland
 
Es ist so leicht sich nicht zu mögen.
Es ist so leicht nicht zu sich zu steh'n.
Es ist so leicht zurück zu gehen.
Es ist so leicht sich zu überseh'n.

Es ist so einfach Gründe zu finden,
Sich nicht gut zu fühlen, einsam zu sein.
Es ist so einfach sich zu verstecken,
Statt aus sich zu geh'n bleibt man lieber allein.

Es ist schwer zu zu geben,
Auch fehlbar, schwach und suchend zu sein.
Damit sich and're nicht unsicher fühlen,
Gibt man sich fast auf und macht sich klein.

Es ist schwer Mut zu haben,
Dinge im neuen Licht zu seh'n.
Es ist schwer seine Meinung zu sagen,
Aus Angst niemand würde mehr zu einem steh'n.

Es ist einfach Fehler zu finden,
Sich zu kritisieren, sich nicht Freund zu sein.
Es ist einfach nur das zu leben,
Was and're erwarten, wenn auch nur zum Schein.

Es ist schwer zu zu geben,
Auch fehlbar, schwach und suchend zu sein.
Damit sich and're nicht unsicher fühlen,
Gibt man sich fast auf und macht sich klein.

Doch vielleicht ist ja alles ganz einfach,
Weil wir längst wissen wie es geht.
Ich erlaube mir etwas vor zu schlagen,
Mag sein es ist für uns der bessere Weg.

Tausch' das gelobte Gold in Silber,
Breche Dein Schweigen und lass' von Dir hör'n.
Lass sie über Dich reden, statt Dich zu fragen,
was Dich bewegt, lass Dich durch sie nicht stör'n.

Schreib' Dir einen Brief und lade Dich ein,
Zur grundlosen Freude auf Erden zu sein.
Rufe Dich an, wenn scheinbar nichts mehr geht,
Und sage Dir, dass jemand noch zu Dir steht.

Trüb' nie mehr Dein Wasser und schenk’ Dir ein,
Ab heute nur noch vom reinen Wein.
Leg' Dein Herz auf die Zunge, zur gleichen Frist,
Sprich, wie Dir Dein Schnabel gewachsen ist.

Klopf' Dir aus Stolz heute noch bis zum Schmerz
Auf Deine Schulter, gib Dir ein Herz.
Reiche Dir heute noch Deine Hand,
Und führe Dich selber in Dein neues Land.

Schau' ruhig mal nach hinten, doch geh' nie zurück.
Auch das wird belohnt mit `ner Scheibe vom Glück.
Blas' nicht wie so viele in das gleiche Horn,
Tritt aus ihren Schatten und lebe nach vorn.

Tu so, als ob Du's schon immer gemacht.
Dir wird es gelingen. Es wär' auch gelacht,
Wenn Du ein Menschenkind dieser Welt wärst,
Dem das, was ihm zusteht, niemals erfährst.

Deshalb,
  
Klopf' Dir aus Stolz heute noch bis zum Schmerz
Auf Deine Schulter, gib Dir ein Herz.
Reiche Dir heute noch Deine Hand,
Und führe Dich selber in Dein Wunderland.


© Frank Breburda