Nachtmahr

Erloschene Sterne, ein schwarzer Mond.
Kalte Sonne, die in meinem Herzen wohnt.
In jeder Sekunde lauert Gefahr.
Verzweiflung da, wo einst Hoffnung war.

Der Strand ruft den Wal, den Lemming, das Meer,
Ein Gefühl, als wenn Leben wo anders wär'.
Die Seiten sich tauschen, die Zeit zerrinnt.
Es scheint, als wenn alles ein Ende nimmt.

Bin auf dem Weg ins Dunkel. Kein Ziel, kein Wunsch, kein Traum.
Bin auf dem Weg ins Dunkel, in einen leeren Raum.

Eingesperrte Seele im Turm ohne Wand.
Das Warten erfriert, wie die helfende Hand.
Der Schatten im Kopf kriecht in mein Herz.
Löscht in ihm das Feuer und füllt es mit Schmerz.

Bin Treibholz im Meer der Emotionen.
Bin ein Haus in dem lautlose Schreie wohnen.
Bin ein Blinder, der auf einen Abgrund zugeht.
Bin ein Pilger, der angstvoll um Hilfe fleht.

Wie ein Zirkus ohne Farben und Clown,
Ein letztes Lachen in Stein gehau'n.           
Wie eine Welt, die aus Treibsand besteht,
In dem alles Leben versinkt und vergeht.

Bin auf dem Weg ins Dunkel. Kein Ziel, kein Wunsch, kein Traum.
Bin auf dem Weg ins Dunkel, in einen leeren Raum.

Gebrochen die ureigene Kraft.
Für Angriff und Flucht, nichts was Freiheit schafft.           
Ich erstarre, bleib' steh'n, kann nicht weitergeh'n,
Nicht die eigene Hand vor den Augen seh'n.

Plötzlich reißt grundlos der Himmel auf,
Alles nimmt einen unerwarteten Lauf.           
Ich spür' wieder Wärme im Herz auf der Haut,
Hätte dem Leben fast nicht mehr vertraut.

Bin auf dem Weg aus dem Dunkel, zum Ziel aus Wunsch und Traum.
Bin auf dem Weg aus dem Dunkel, in meinen hellen Raum.

War es gewollt, war es geplant ?
Gibt es wirklich die Macht, die unser'n Weg bahnt ?           
Liegt im Schicksal die Weisheit, die uns bewegt ?
Wie den Vogel die Luft, uns das Leben trägt ?

Ich kann's nicht verstehen, doch es ist wahr,
Ich spür' wieder Leben, es ist wieder da.          
Glaub' nun an die Macht, die das Dunkel besiegt,
Weiß das hinter dem Ende ein Anfang liegt.

Bin auf dem Weg aus dem Dunkel, zum Ziel aus Wunsch und Traum.
Bin auf dem Weg aus dem Dunkel, in meinen hellen Raum.


© Frank Breburda